DIE GESETZE DER BIONIC

Stephane Bedards Traum vom Aufstieg in die kanadische Nationalmannschaft der Mountainbiker wurde durch mehrere Unfälle zunichte gemacht. Während seines Aufenthalts zur Behandlung seiner Verletzungen in einer Rehabilitationsklinik begegnete er Amputierten, die viel Mühe mit ihren Prothesen hatten. Er fragte sich, warum nicht moderne Technologien stärker eingesetzt wurden, um ihnen die Umstellung zu erleichtern. Auf der Grundlage von Bedards späterer Arbeit auf dem Gebiet der Bionik des Menschen entstand das POWER KNEE, die weltweit erste Beinprothese mit Antrieb.

Während dieser bemerkenswerten Entwicklungsarbeiten stellte Bedard schon früh einige Grundregeln dazu auf, was ein bionisches Gerät kennzeichnet, wie weitreichend die praktische Umsetzung von Mensch-Maschine-Schnittstellen sein muss, und inwieweit sich dieses Konzept von anderen Geräten mit Antrieb unterscheidet:

Das Gesetz des TRUE LINK (der echten Verknüpfung)

„Bei einer Mensch-Maschine-Schnittstelle ist eine Maschine nur dann als ein bionisches Gerät anzusehen, wenn die Maschine über die notwendigen Möglichkeiten verfügt, den Gesamtzustand der betreffenden Mensch-Maschine-Schnittstelle ununterbrochen zu überwachen.“

Die Maschine muss also ununterbrochen in der Lage sein, sowohl WAHRZUNEHMEN und zu überwachen, wo sie sich bewegt und was außerhalb von ihr geschieht, als auch die Interaktion mit dem Körper zu erfassen.

Das AUTONOMIE-Gesetz

„Bei einer Mensch-Maschine-Schnittstelle ist eine Maschine nur dann als ein bionisches Gerät anzusehen, wenn die Maschine in der Lage ist, selbstständig auf alle Funktionserfordernisse der betreffenden Mensch-Maschine-Schnittstelle zu reagieren. Dabei darf die autonome Funktionsweise jedoch nicht gegen das Gesetz des True Link verstoßen.”

Die Maschine muss also in der Lage sein, die ankommenden Informationen zu verarbeiten, selbstständig zu DENKEN und selbstständig die angemessene Funktion auszuführen.

Das Gesetz der ANPASSUNGSFÄHIGKEIT

„Bei einer Mensch-Maschine-Schnittstelle ist eine Maschine nur dann als ein bionisches Gerät anzusehen, wenn die Maschine über die notwendigen Möglichkeiten verfügt, sich selbstständig auf alle Störungen innerhalb und außerhalb der betreffenden Mensch-Maschine-Schnittstelle einzustellen. Dabei darf der selbstständige Anpassungsprozess jedoch nicht gegen das Autonomie-Gesetz und das Gesetz des True Link verstoßen.”

Die Maschine muss also in der Lage sein, sich selbstständig auf veränderte Gegebenheiten von Seiten der Umgebung wie auch des Menschen einzustellen und angemessen zu HANDELN.

Diese drei Gesetze stehen in einem inneren Zusammenhang zueinander. Dabei darf keine dieser Eigenschaften gegen oder auf Kosten einer anderen wirksam werden.

Signature:  Stéphane Bédard

Das POWER KNEE™ design


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